Herzlich Willkommen im KUNZ

Ein Kind der 80er Jahre

Was war vor 40 Jahren?

Manche von uns waren damals bedeutend jünger als heute.

Manche von uns waren da noch nicht einmal auf der Welt.

Aber es gibt auch Initiativen, Dinge, Einrichtungen, Ideen, die damals ihren Anfang nahmen und die auch heute noch Bestand haben.

Dazu gehört das KUNZ.

Was war das für eine Zeit?

Es gab im Bereich des Zusammenlebens und der Kultur die etablierten staatlichen Einrichtungen und einige alteingesessene Organisationen und Vereine.

Dann kam der Aufbruch der 68er, die Aufmüpfigkeit.

Was vorher undenkbar erschien, war plötzlich möglich.

Ende der 70er Jahre gab es das erste Straßenfest in Bremen, und sehr bald auch eines in der Sedanstraße: 1980 zum 100jährigen Bestehen der Straße.

Die Sedanstraße war seit jeher eine eher gutbürgerliche Wohnstraße im traditionell nicht ganz so gutbürgerlichen Ortsteil Buntentor, südlich der ehemaligen Stadtbefestigungen der Bremer Neustadt gelegen. Diese Straße wird mit wenigen Ausnahmen von den typischen Bremer Häusern aus der Gründerzeit gebildet. Die meisten dieser Häuser wurden und werden noch von je zwei oder drei Familien bewohnt. Keine Straße der Studenten, der Revoluzzer, auch keine Straße der ersten sich bildenden Wohngemeinschaften. Aber eine Straße mit einem gesunden Gemeinschaftssinn, wie sich spätestens beim gegenseitigen Freischippen der Autos in der Schneekatastrophe 1979/1980 zeigen sollte.

Doch auch die 68er Spontis wurden älter und viele ihrer Initiativen gingen in feste Strukturen über. Diese übernahmen neben den etablierten staatlichen Einrichtungen und unabhängig davon wichtige Aufgaben bei der Interessenvertretung, der politischen Willensbildung und in der kulturellen Basisarbeit. Neue Parteien und Umweltverbände wurden gegründet, Bürgerinitiativen für und gegen alles mögliche entstanden.

Eine solche Bürgerinitiative setzte sich für die Gründung eines eigenen Kultur- und Nachbarschaftszentrums in der Sedanstraße ein. Aus dieser Zeit stammt die Abkürzung KUNZ. Als offizieller Betreiber wurde ganz altmodisch im November 1980 ein Trägerverein gegründet.

Zunächst ging es um Angebote für die Nachbarschaft. Die Renovierung und Gestaltung der Räume, Angebote für Kinder, Seniorentanz, Heringsessen, Kohl und Pinkel-Touren, Weihnachtsfeier, Freimarktsfeier, der noch heute existierende Chor, Kaffeenachmittage, Tagesfahrten, Literaturkreis, öffentliche Konzerte, Kurse im Einradfahren, Malen, Töpfern, Kino,...

Dadurch wurde die Strahlkraft und die Reichweite des KUNZ größer, der Name in Kulturzentrum Buntentor geändert. Nutzerinnen und Nutzer und auch die Vereinsmitglieder kamen inzwischen aus ganz Bremen.

Trotzdemauch heute noch lebt mehr als die Hälfte der Mitglieder des KUNZ Kulturzentrum Buntentore.V. in der Neustadt, davon jedes dritte in der Sedanstraße. Angebot und Arbeitsweise haben sich gewandelt, aber geblieben ist das KUNZ als selbstverwaltetes Kulturzentrum mit einem vielfältigen Angebot, heute vornehmlich mit Aktivitäten für feste Kulturgruppen (Menüpunkt KUNZGruppen), aber auch mit öffentlichen Veranstaltungen (Menüpunkt Veranstaltungen).

Ein Kind der 80er Jahre ist groß geworden.

Eigentlich sollte 2020 der vierzigste Geburtstag groß gefeiert werden. Daraus wurde begreiflicherweise nichts. Ob es uns gelingt, im Herbst wenigstens eine kleine Veranstaltung zum Jubiläum auf die Beine zu stellen, müssen wir noch sehen.

Wer Mitglied ist, den Newsletter Geelbeener abonniert hat oder immer mal auf diese Website blickt, wird auf jeden Fall rechtzeitig informiert. Das verspricht der Vorstand und die Aktiven des KUNZ Kulturzentrum Buntentor e.V.


Geelbeenerredaktion: Dieter König

­geelbeener@kunz-buntentor.de